Schwerverletzte von der Tanzfläche gerettet
Rettungsdienst und Feuerwehr üben im Kulturwerk Herford den Ernstfall
Herford. Am späten Freitagabend (30.08.2024) feiert das Publikum im Kulturwerk (ehemals „X“) an der Bünder Straße ausgelassen. Plötzlich „löst sich eine Schweinwerferbrücke von der Decke und stürzt mitten auf die Tanzfläche“. Mehrere jugendliche Besucher werden zum Teil „lebensgefährlich verletzt“. Dieses dramatische Unglück hat sich in der Diskothek abgespielt - glücklicherweise nur fiktiv. Die Leitstelle löst unter dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ Großalarm aus. Rettungskräfte aus dem Kreis Herford und dem benachbarten Mühlenkreis, darunter viele Ehrenamtliche des DRK und einige Auszubildende des Regelrettungsdienstes, eilen daraufhin zur Hilfe.
Hüllhorst. In Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke) ist am Samstagmorgen (24.08.2024) ein „Waldbrand“ ausgebrochen. Das hochsommerliche Wetter und ein leichter Ostwind sorgten dafür, dass sich die „Flammen rasch ausbreiteten“. Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Herford rückten aus, um die Feuerwehr Hüllhorst bei den Löscharbeiten im Wiehengebirge zu unterstützen.
Berlin. Die Berliner Feuerwehr hat in Sachen Elektromobilität eine Vorreiterrolle übernommen. Erst kürzlich wurden fünf weitere, voll elektrisch betriebene Löschfahrzeuge in Dienst gestellt. Rosenbauer, Feuerwehrausrüster aus Österreich, hat die „Stromer“ vom Typ RT („Revolutionary Technology“) geliefert. „Eine hohe Fahrsicherheit, exzellente Fahrdynamik und die volle Vernetzung zählen zu den größten Vorteilen des Autos“, erklärte Rosenbauer-Chef Sebastian Wolf. Dank emissionsfreiem Elektronantrieb werde man darüber hinaus dem Klimaschutz gerecht. Die Berliner Feuerwehr verfügt nun über die derzeit weltweit größte Flotte an elektrisch betriebenen Löschfahrzeugen.
Brig/Wallis. Straßen- und Eisenbahntunnel bergen besondere Risiken. Deshalb müssen die Betreiber solcher Bauwerke auf Unglücksfälle vorbereitet sein. Um die Sicherheit im Furka-Basistunnel, er liegt in den Schweizer Alpen, kümmert sich die Betriebsfeuerwehr der Matterhorn-Gotthard-Bahn. Anfang 2019 stellte das Unternehmen zwei neue Lösch- und Rettungszüge in Betrieb. Statt herkömmlicher Lokomotiven dienen Lastwagen als Zug- und Schubfahrzeuge. Hilton Kommunal, Spezialfahrzeugbauer aus Niedersachsen, verwandelte dazu vier Mercedes-Benz vom Typ Arocs 8x4 in Zweiwegefahrzeuge. Sie sind sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene einsetzbar. Redaktion: kfv-herford.de stellt die außergewöhnliche Zugkomponente als Fahrzeug des Monats August 2024 vor.
Kirchlengern. Die Löschgruppe Kirchlengern-Südlengern hatte zu „drei tollen Tagen“ (2. bis 4. August 2024) eingeladen und damit nicht übertrieben. Holskenball, Fackelumzug und Megaparty: Tausende Besucher waren beim diesjährigen Feuerwehrfest mit von der Partie. Bis in die frühen Morgenstunden hinein wurde ausgelassen gefeiert. Die Veranstaltung hat eine lange Tradition, die bis in das Jahr 1931 zurückreicht.
Kreis Herford. Sommerzeit ist Campingzeit – und die Zeltlager der Jugendfeuerwehren erfreuen sich Jahr für Jahr besonders großer Beliebtheit. Der Kreisfeuerwehrverband hat die Nachwuchsgruppen im Wittekindsland deshalb mit neuen Mannschaftszelten ausgerüstet. Eine Spende der Sparkasse Herford in Höhe von mehr als 47.000 Euro hat die Investition möglich gemacht. Kreisbrandmeister Bernd Kröger bedankte sich für die Unterstützung durch die Sparkassen-Stiftung. „Unsere Jugendfeuerwehren sind unverzichtbar, um die Einsatzbereitschaft der Löschzüge und -gruppen langfristig zu sichern.“
Hiddenhausen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren am vergangenen Dienstag (9.07.2024) im Schweichelner Wald im Einsatz. Die Einsatzkräfte aus Hiddenhausen und Herford versorgten drei „Arbeiterinnen“, die sich bei Waldarbeiten „schwere Verletzungen“ zugezogen hatten. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung. Lea Rahn, Lena Vogt, Anton Mathy, Faye Mittelberg, Tim Henke und Peer Steinhard übernahmen die medizinische Erstversorgung der „Unfallopfer“. Sie absolvieren zurzeit ihre Berufsausbildung zum Notfallsanitäter bzw. zur Notfallsanitäterin und standen deshalb im Blickpunkt ihrer Ausbilder.
Herford. In einem Wohn- und Geschäftshaus in der Herforder Radewig ist es am Sonntagvormittag (7.07.2024) zu einer heftigen Verpuffung gekommen. Das Hinterhaus Steinstraße 9, hier befand sich zuletzt das Lokal „Stevia.Bar“, stand anschließend lichterloh in Flammen. Feuerwehr, DRK und THW rückten mit einem Großaufgebot an. Zeitweise waren rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Die Explosion war offenbar durch Brandbeschleuniger vorsätzlich herbeigeführt worden. Die Polizei setzte deshalb einen Hubschrauber ein, um aus der Luft nach möglichen Tätern Ausschau zu halten. „Wie durch ein Wunder wurde durch das Unglück niemand verletzt“, so Einsatzleiter Karsten Buschmann. Der Sachschaden ist allerdings immens.
OWL/Kreis Herford/Rödinghausen. Vor einem Jahr waren die Feuerwehren aus Ostwestfalen-Lippe (Regierungsbezirk Detmold) gemeinsam im Einsatz. Im Kampf gegen den Blutkrebs hatten sie eine der größten Registrierungsaktionen der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) durchgeführt. „Sieben Menschen wurde dadurch die Chance ermöglicht, sich von der tückischen Krankheit zu erholen“, teilte die DKMS jetzt mit. Weitere könnten folgen. Einer der Lebensretter ist Maurice Schiermeier. Er wurde als Stammzellspender in Anspruch genommen. „Wenn ich helfen kann, dann mache ich das“, sagt der 19-jährige Feuerwehrmann aus Rödinghausen ganz selbstverständlich. 