Bezirksregierung schickt Verstärkung aus Lippe und Gütersloh
Katastrophenschutzübung „Widufix“
Kreis Herford. Heftiger Starkregen hat im Kreis Herford zu schweren Überschwemmungen geführt. Die örtlichen Feuerwehren arbeiten bis zur Erschöpfung. Kreisbrandmeister Bernd Kröger fordert deshalb Hilfe bei der Bezirksregierung an: Die 4. Feuerwehrbereitschaft (Lippe/Gütersloh) der Bezirksreserve Detmold rückt daraufhin aus und sorgt für Entlastung. Ein solches Szenario haben die Feuerwehrleute aus der Region am Samstag (11.11.2023) während der Katastrophenschutzübung „Widufix“ geprobt. 250 Einsatzkräfte waren daran beteiligt. Bernd Kröger und seine beiden Amtskollegen, Wolfgang Kornegger (Kreis Lippe) und Dietmar Holtkemper (Kreis Gütersloh), zeigten sich am Ende zufrieden. „Die Flutkatastrophe im Jahr 2021 hat gezeigt, wie wichtig solche Übungen in Zeiten des Klimawandels sind“, so Kröger.
Enger. Unglücksfälle mit Gefährlichen Stoffen und Gütern (GSG) stellen die Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht selten vor große Herausforderungen. Spezialkräfte, die besonders geschult und ausgerüstet sind, unterstützen die Feuerwehrleute vor Ort. Eine Gruppe des Löschzugs Enger-Mitte hat ein solches Szenario erst kürzlich gemeinsam mit Kräften des ABC-Zugs Herford und der GSG-Einheit Bünde geübt.
Löhne. In Löhne-Obernbeck „brennt der Dachstuhl eines Wohnhauses in voller Ausdehnung“. Die Bewohner retten sich ins Freie - doch der „Hauseigentümer“ wird vermisst. Jetzt ist die Jugendfeuerwehr Löhne-Obernbeck gefordert. Mit zwei Löschfahrzeugen geht es zur Einsatzstelle. Vor Ort übernehmen die Nachwuchsfeuerwehrleute die Menschenrettung und Brandbekämpfung. Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Übung, die Jugendwart Torsten Stürzebecher und sein Betreuerteam vorbereitet haben.
Bünde. Als die Freiwillige Feuerwehr Hunnebrock vor 125 Jahren gegründet wurde, regierte in Berlin noch Kaiser Wilhelm II. Mit dem Pferdefuhrwerk und einer Handdruckspritze rückte die Mannschaft der ersten Stunde aus, um den „Roten Hahn“ zu bekämpfen. Damals hatte niemand auch nur eine Ahnung davon, über welch gute Ausbildung und Ausrüstung die Feuerwehrleute heute verfügen. Während der Feierstunde zum Jubiläum („125 plus 1“) unternahm Löschzugführer Kai Vortriede eine Reise durch die Geschichte der Feuerwehreinheit aus dem Bünder Süden. „Der Löschzug Hunnebrock-Hüffen-Werfen ist seit mehr als 125 Jahren eine schlagkräftige Truppe, auf die man sich immer verlassen kann!“
Ulm/Santiago de Chile. Der Multistar ist noch immer ein Exot unter den Feuerwehrfahrzeugen.