Nachruf
Die Feuerwehren im Kreis Herford trauern um Heinz Prause. Der ehemalige Leiter der Feuerwehr Löhne verstarb am 22. November 2025 im Alter von 89 Jahren.
Heinz Prause war 70 Jahre lang Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. In dieser Zeit prägte er das Feuerwehrwesen in der Werrestadt – zunächst als Löschgruppenführer im Stadtteil Mennighüffen und dann über zwei Amtszeiten hinweg als Leiter der Löhner Feuerwehr. Heinz Prause zählte zu den Gründungsmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes Herford, der 1988 ins Leben gerufen wurde. Fortan war der Verstorbene zudem als Kreisausbilder im Einsatz und vermittelte den jüngeren Einsatzkräften sein umfangreiches Fachwissen. Er hat damit maßgeblich dazu beigetragen, die Verbandsarbeit zu fördern und den Zusammenhalt der Feuerwehrleute auf Kreisebene zu stärken. 1996 wechselte Heinz Prause vom aktiven Dienst in die Ehrenabteilung und wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenstadtbrandmeister ernannt. Er blieb seiner Feuerwehr Löhne auch weiterhin treu und besuchte regelmäßig alle wichtigen Feuerwehrveranstaltungen, wie die Jahreshauptversammlungen und Jahrestreffen der Ehrenabteilungen aus dem Kreis Herford. Die Jugendarbeit war dem Verstorbenen zeit seines Lebens ein wichtiges Anliegen. Ihm ist es mit zu verdanken, dass heute alle fünf Feuerwehreinheiten der Werrestadt über eigene Jugendgruppen verfügen. Noch im Spätsommer 2023 war Prause - pflichtbewusst und feuerwehrbegeistert wie eh und je - beim 50-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Löhne-Mennighüffen zu Gast. Damals erzählte er leidenschaftlich und voller Stolz über die Anfänge der Jugendgruppe im Jahr 1973.

Kreis Herford. Die Weihnachtszeit hat begonnen und in den kommenden Wochen erstrahlen viele Wohnungen in festlichem Lichterglanz. Adventskränze, Weihnachtsbäume und Lichterketten sorgen für eine besinnliche Stimmung. Allerdings mahnt der Kreisfeuerwehrverband Herford zur Vorsicht. „Werden echte Wachskerzen verwendet, können schnell Brände entstehen, die binnen Minuten auf die komplette Wohnungseinrichtung übergreifen“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger. Der Feuerwehrchef hat einige Tipps parat, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Herford. In der Herforder Innenstadt hat am Donnerstagabend (27.11.2025) der Dachstuhl des historischen Hansahauses gebrannt. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Sie konnte ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Obergeschoss gerade noch verhindern. Personen wurden glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt. Dafür ist der Sachschaden, den der Brand in dem Wohn- und Geschäftshaus am Alten Markt angerichtet hat, beträchtlich. Betroffen ist auch das Schuhgeschäft im Erdgeschoss, das wohl erst einmal geschlossen bleiben muss.
Kirchlengern. Feuerwehrfahrzeuge auf Scania-Basis sind im Kreis Herford (noch) eine Seltenheit. Dabei liefert der schwedische LKW-Hersteller die Gruppenkabine gleich mit. Die Feuerwehr Kirchlengern hat sich überzeugen lassen: Ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20) ist ein Scania P 370 XT samt geräumiger CrewCab und bewährtem Ziegler-Aufbau. Redaktion: kfv-herford.de stellt den Achtzehntonner, der bei der Löschgruppe Mitte „auf dem Hüller“ stationiert ist, als Fahrzeug des Monats November 2025 vor.
Quedlinburg/Berlin. Der Zivil- und Katastrophenschutz gewinnt in Anbetracht des Kriegs in der Ukraine und der Veränderungen durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, die Bevölkerung besser vor Katastrophen zu schützen und auf einen möglichen Verteidigungs- oder Spannungsfall vorzubereiten. Die Neuausrichtung des Zivil- und Katastrophenschutzes in Zeiten einer verschärften Sicherheitslage zählte zu den Kernthemen der 72. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes, die am Wochenende (8.11.2025) in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) stattfand. Am Ende waren sich die Funktionäre aus dem In- und Ausland einig, dass der Bevölkerungsschutz nur gemeinsam gelingen kann. Grenzübergreifend könne man viel voneinander lernen.
Kiel/Treffurt. Das Gerätehaus der Feuerwehr steht in Flammen und die Wehrleute müssen hilflos mit ansehen, wie ihre Ausrüstung, die eigentlich Leben retten soll, verbrennt. Ein solches Worst-Case-Szenario kommt glücklicherweise nur selten vor. Weil in den Feuerwehrhäusern umfangreiches technisches Gerät bereitgehalten wird, ist die Brandgefahr allerdings nicht zu unterschätzen. Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung mit Hauptsitz in Kiel hat eine Serie von Gerätehausbränden untersucht. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass ältere Löschfahrzeuge des Typs Iveco Magirus EuroFire und Iveco EuroCargo auffällig oft im Mittelpunkt des Geschehens standen.
Berlin/Kreis Herford. Seit dem 24. Februar 2022 tobt mitten in Europa ein grausamer Krieg. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat die Friedensordnung grundlegend erschüttert. Vor diesem Hintergrund muss Deutschland seine Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit neu ausrichten. „Die Herausforderungen können nicht rein militärisch, sie müssen gesamtstaatlich und gesamtgesellschaftlich gemeistert werden“, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Mit diesem Ziel haben Experten aus allen Bereichen der Bundeswehr, Fachleute der „Blaulichtorganisationen“ und der Wirtschaft einen geheimen, gesamtstaatlichen Verteidigungsplan aufgestellt, der ständig weiterentwickelt wird – den Operationsplan Deutschland. In Anbetracht der Bedrohungslage gewinnt der Zivilschutz, also der Schutz der Bevölkerung im Verteidigungs- oder Spannungsfall, zunehmend an Bedeutung.
Kreis Herford/Hiddenhausen. Knapp zweieinhalb Jahre wurde auf dem Areal an der Meierstraße/Ecke Königsberger Straße in Hiddenhausen-Eilshausen gebaut. Jetzt verfügt der Kreis Herford über eine der modernsten Feuerwehrzentralen in Ostwestfalen-Lippe. Hier findet die weiterführende Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute statt, und zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort werden zahlreiche Sonderfahrzeuge bereitgehalten. Am Freitagabend (31.10.2025) übergab Landrat Jürgen Müller die neuen Räumlichkeiten ihrer Bestimmung und vollzog damit seine letzte Amtshandlung. „Wir sind im Kreis Herford hervorragend aufgestellt“, sagte Müller mit Blick auf die Ausrüstung der Feuerwehr. Anschließend verabschiedete sich der langjährige Chef der Kreisverwaltung in den wohlverdienten Ruhestand - nach 45 Dienstjahren.