Medizinische Task Force (MTF) des Bundes

Vor dem Hintergrund der militärischen Bedrohungslage verstärkt der Bund seine Bemühungen im Zivilschutz – also dem Schutz der Bevölkerung im Verteidigungs- oder Spannungsfall. So wurden bundesweit 61 sanitätsdienstliche Verbände aufgestellt. Sie bilden die sogenannte Medizinische Task Force  (MTF), deren Ausstattung mit Fahrzeugen und Geräten der Bund finanziert. Die MTF vereint - neben klassischen sanitätsdienstlichen - auch spezialisierte Fähigkeiten, wie beispielsweise die Verletzten-Dekontamination (Dekon V). Sie kann in Friedenszeiten im Rahmen des Katastrophenschutzes der Länder eingesetzt werden. Die technische Ausstattung und die Qualifikation der Führungskräfte sind noch nicht abgeschlossen, sodass sich die Task Force weiterhin im Aufbau befindet (Stand 2025/2026).

Jeder MTF-Verband besteht aus 138 zumeist ehrenamtlichen Einsatzkräften und 27 Fahrzeugen. Er  gliedert sich in die Teileinheiten Führungsgruppe (FüGr), Behandlungsbereitschaft (BeB), Patiententransportgruppe (PtGr), Dekontaminationszug für Verletzte (Dekon V Z) und Logistikzug (LogZ). Das Personal kommt von den großen Hilfsorganisationen (DRK, JUH, ASB, MHD) und den Feuerwehren.

Ehrenamtliche Helfer aus der Stadt Bielefeld sowie den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke bilden gemeinsam die MTF 33 (Bereitschaft Detmold Nord).  Feuerwehrleute aus den Städten Herford und Bünde sind dabei für die Teileinheit Verletzten-Dekontamination vorgesehen. Der sogenannte Federführende Hauptverwaltungsbeamte (FF HVB) der MTF 33 soll ebenfalls aus dem Kreis Herford kommen. 


20250725 163540Krankentransportwagen“ Typ B“  des DRK Bielefeld, der für die MTF 33 vorgesehen ist.


Konzept Einführung MTF IMNRW Abb
61 Einheiten der Medizinischen Task Force gibt es bundesweit, zehn davon in NRW
(Abb.: IM NRW)