Der Log-Z NRW hat die Aufgabe, die Einsatzbereitschaft von Mannschaft und Gerät aufrecht zu erhalten. Dazu gehört die Unterbringung und Versorgung, Pflege und Instandhaltung, aber auch die Ermöglichung von Ruhephasen. Für die Arbeitsfähigkeit des Logistikzugs ist am vorgesehenen Logistikplatz eine Grundinfrastruktur erforderlich. Das bedeutet, dass sanitäre Anlagen (Toiletten, Duschen etc.) nicht mitgeführt, sondern vor Ort gestellt werden müssen. Für den Ruhe- sowie den Verpflegungsbereich sind fest umbaute Räume durch die anfordernde Stelle zur Verfügung zu stellen. Der Log-Z NRW besteht aus mindestens acht Fahrzeugen, darunter vier Gerätewagen-Logistik 2 (GW-L 2), Feuerwehr-Anhänger „Notstrom“ (FwA-Notstrom) und zwei Krankenwagen Typ B (KTW-B). Es gilt folgende Zusammensetzung: Führungsstaffel, Verpflegungsstaffel, Gruppe „Ruhe u. Aufenthalt“, Technikstaffel, Sanitätsstelle und Staffel „Energie“. Der Logistikzug kann insgesamt, das eigene Personal eingerechnet, bis zu 175 Einsatzkräfte 24 Stunden lang autark versorgen. Danach kümmert er sich selbständig um entsprechenden Nachschub.
Gerätewagen Logistik 2 (GW-L 2)
Der GW-L 2 ist in erster Linie für den Transport der Ausrüstung, die Versorgung des eigenen Personals bzw. Sicherstellung des Nachschubs an größeren Einsatzstellen gedacht. Die ab 2020/2021 beschafften Fahrzeuge des Katastrophenschutzes NRW (KatS NRW) basieren zumeist auf 18-Tonnen-Fahrgestellen des schwedischen Herstellers Scania (Typ P 320). Sie verfügen über Allradantrieb (4x4) und eine Motorleistung von 320 PS. Zudem ist eine Ladebordwand (Typ Palfinger) vorhanden, um die Ausrüstung sicher auf- und abzuladen. Den feuerwehrtechnischen Ausbau in der Version „Plane/Spriegel“ hat das Unternehmen Freytag aus dem niedersächsischen Elze bei Hildesheim vorgenommen. Die Besatzung besteht aus einer Staffel von sechs Feuerwehrleuten.
Im Kreis Herford sind zwei GW-L 2 des KatS NRW vorhanden, die an der Kreisfeuerwehrzentrale und beim Löschzug Spenge-Lenzinghausen stationiert sind. Der Achtzehntonner an der Feuerwehrzentrale wird für den Transport von Zelten, Feldbetten, Tischen u. Bänken auf Paletten vorgehalten. Für den Auf- und Abladevorgang bzw. Transport werden ein Hubwagen, drei Sackkarren und diverses Material zur Ladungssicherung mitgeführt. Das Fahrzeug in Spenge dient als Zugfahrzeug für den Feuerwehr-Anhänger „Notstrom“ (FwA-Notstrom). Auf der Ladefläche werden weitere Ausrüstungsgegenstände auf Rollcontainern (RC) mitgeführt, die u.a. für den Notstrombetrieb gedacht sind. Dazu zählen Leitungsroller, Beleuchtungsgeräte, Stative und Geräte zur Wärmeerzeugung (Zeltheizungen).
Gerätewagen Logistik 2 des Katastrophenschutzes NRW am Standort Kreisfeuerwehrzentrale
Feuerwehr-Anhänger „Notstrom“ (FwA-Notstrom)
Der FwA-Notstrom des Katastrophenschutzes NRW (KatS NRW) besteht aus einer Netzersatzanlage mit einer Leistung von 250 kVA. Die Anlage kann sowohl zur Einspeisung in Gebäude oder Teilnetze bei einem großflächigen Stromausfall sowie zur Stromversorgung und zum Ausleuchten von Großeinsatzstellen eingesetzt werden. Der (autarke) Antrieb erfolgt über einen Schiffsdieselmotor mit rund 300 PS. Im Aufbau des 8,35 Meter langen Tandem-Anhängers (zulässiges Gesamtgewicht: 9,9 Tonnen) werden weitere Ausrüstungsgegenstände für den Betrieb der Anlage mitgeführt.
Der FwA-Notstrom der 2. Bezirksbereitschaft (Herford/Minden-Lübbecke) ist beim Löschzug Spenge-Lenzinghausen stationiert.
Als Zugfahrzeug dient der Gerätewagen Logistik 2 (GW-L 2).
Gerätewagen Logistik 2 mit Feuerwehr-Anhänger „Notstrom“ des Katastrophenschutzes NRW
am Standort Spenge-Lenzinghausen.
Einsatz der „Stromkomponenten“ aus den Kreisen Herford und Lippe bei einem großflächigen Stromausfall in Berlin im Januar 2026.