Viele Einsätze, mehr Großbrände und eine Mitgliederzahl auf Rekordniveau!

Jahresbericht 2025 des Kreisbrandmeisters

jbericht 2025Kreis Herford. Die Rettungskräfte im Kreis Herford hatten im vergangenen Jahr wieder alle Hände voll zu tun. So wurden die Feuerwehren zu insgesamt 3.528 Einsätzen (2024: 3.565) alarmiert. Besonders auffällig sei der Anstieg bei den Großbränden, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2025. Gleich 24 Mal kam es zu solch schweren Unglücken (2024: 13). Drei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Landrat Mirco Schmidt kommt bei dieser Gelegenheit auch auf das Problem der Gewalt gegen Einsatzkräfte zu sprechen, das nach wie vor ungelöst ist. „Wir fahren bereits eine Null-Toleranz-Strategie und werden das auch in Zukunft tun“, so der Verwaltungschef, der zuvor als Richter tätig war.   



Doch der Kreisbrandmeister hat auch positives zu vermelden. Die Gesamtzahl der Mitglieder, die im Kreisfeuerwehrverband Herford e.V. organisiert sind - dazu zählen unter anderem Aktive, ehemals Aktive und die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren - beträgt nun 2.884. „Wir haben damit den höchsten Stand seit der Gründung des Verbandes im Jahr 1988 erreicht“, sagt Kröger. Alleine in den aktiven Einsatzabteilungen gibt es 1.642 Ehrenamtliche (2024: 1602), die gemeinsam mit den 158 hauptamtlichen Kräften den Brandschutz im Kreis Herford sicherstellen. Die Jugendfeuerwehren konnten ebenfalls leicht zulegen und zählen jetzt 484 Mitglieder, während die Zahl der Löschbambini in den Kinderfeuerwehren mit 196 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben ist.

(Mehr Informationen? Seiten 5 – 7 des Jahresberichtes)


jbericht 2025Vorstellung des Jahresberichtes 2025 in der Kreisfeuerwehrzentrale: (v.l.) Landrat Mirco Schmidt,
Kreisbrandmeister Bernd Kröger und Stellvertreter Holger Klann.
(Foto: Kreis Herford)



20250715 202011Im vergangenen Jahr gab es im Kreis Herford ungewöhnlich viele Brände, zum Teil mit verheerenden Folgen.
(Foto: Redaktion: kfv-herford.de)

 

 

382 Menschen gerettet

Im Schnitt rückten die Feuerwehren täglich zu zehn Einsätzen im Kreisgebiet aus. Die Einsatzkräfte löschten dabei 648 Brände (2024: 555) und leisteten in 1.925 Fällen (2024: 2010) Technische Hilfe. 21 Prozent des Einsatzaufkommens entfiel hingegen auf Fehlalarme. Der Kreisbrandmeister erinnert an den Großbrand beim Batterie-Recyclingunternehmen Relux Rohstoffe in Löhne, wo im März 2025 ein Millionenschaden entstand, den verheerenden Brand auf Hof Wetehof in Herford-Schwarzenmoor im Juli 2025 und den tragischen Wohnhausbrand in Kirchlengern, bei dem im Herbst 2025 ein 78-jähriger Mann starb. Der Todesfall überschattet ein Jahr, in dem die Wehrleute gleichzeitig 382 Menschen aus gefährlichen Situationen retteten, beispielsweise aus verrauchten Wohnungen oder nach Verkehrsunfällen. Für Landrat Schmidt ist das ein sicheres Indiz dafür, wie wichtig eine leistungsfähige Feuerwehr für den Bevölkerungsschutz ist.

Auch die Zahlen des Rettungsdienstes bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Alleine 34.031 Rettungswagen-Einsätze sind in der Statistik für das Jahr 2025 aufgeführt. Zurzeit gibt es im Kreisgebiet neben der Feuer- und Rettungswache Herford sechs weitere Rettungswachen – und zwar in Bünde, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen, Spenge und Vlotho. Der Neubau in Vlotho ist bereits weit vorrangeschritten und die Planungen für die neue Rettungswache in Rödinghausen haben begonnen.

Wer im Kreis Herford den Notruf „112“ wählt, landet in der Leitstelle für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Hier arbeitet rund um die Uhr ein qualifiziertes Team von sechs Disponenten. Insgesamt 69.894 „Fälle“ wurden von den Mitarbeitenden im vergangenen Jahr angelegt – 41.650 entfielen auf die Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, 28.244 auf Dienstleistungen der Leitstelle.   

(Mehr Informationen? Seiten 24 – 28, 29/30, 32/33 des Jahresberichtes)

Bundesweit einmalige Übungsanlage

Ende Oktober 2025 wurde die erweiterte und frisch renovierte Kreisfeuerzentrale in Hiddenhausen-Eilshausen eingeweiht. So entstand eine neue Atemschutzübungsanlage, die neuesten technischen und ergonomischen Gesichtspunkten entspricht. Gleichzeitig wurde mit der Atemschutzübungswohnung samt Virtual-Reality-Technik ein Projekt umgesetzt, das in dieser Form zurzeit bundesweit einmalig ist. „Für die taktische Ausbildung unserer Atemschutzgeräteträger, insbesondere bei der Menschenrettung, ergeben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten“, so der Kreisbrandmeister. Im zurückliegenden Jahr fanden an der Kreisfeuerwehrzentrale 42 Lehrgänge und Seminare mit insgesamt rund 700 Teilnehmenden statt. Das Angebot reichte von der ABC-Ausbildung über die Module Atemschutzgeräteträger bis zum Seminar Wärmebildkamera. „Mein Dank geht an das Ausbilderteam, aber auch an die Lehrgangs-Teilnehmenden für die Bereitschaft, sich ständig fortzubilden“, sagt Kröger.

(Mehr Informationen? Seiten 40/41 des Jahresberichtes) 

Lobende Worte findet der Feuerwehrchef für die Nachwuchsarbeit: „Die sieben Kinderfeuerwehren leisten eine hervorragende Arbeit, ebenso wie es die Jugendfeuerwehren teilweise schon seit Jahrzehnten tun.“ Das Kreisjugendzeltlager am Hennesee im Sauerland und der Kinderfeuerwehrerlebnistag im Tierpark Herford zählten zu den Höhepunkten des Jahres.

(Mehr Informationen? Seiten 50 – 54 des Jahresberichtes)

(Redaktion: kfv-herford.de)

                                                                                                                                                   -Vo-

 

Vollständiger Jahresbericht 2025 des KBM