Fahrzeug des Monats März 2012 - TSF-T (VW T1)

Feuerwehrfahrzeug des Monats

März 2012

 

Tragkraftspritzenfahrzeug-Trupp (TSF-T)
(Museumsfahrzeug)

Modell:                     Volkswagen-Transporter 1 (kurz: VW T 1, Typ 2)
Motorleistung:          25 PS (zu Beginn der Serienfertigung)

Nutzlast:                   900 kg

Baujahr:                    1950 - 1967
Beladung:                 Tragkraftspritze 8/8 (TS 8/8) mit VW-Industriemotor,
feuerwehrtechnische Beladung für 1 Gruppe (1/8)

Besatzung:               4 Einsatzkräfte

Neupreis:                  rd. 13.000 Mark

Wissenswertes:


Im aufstrebenden Nachkriegs-Deutschland verlangte die Wirtschaft nach einem zuverlässigen und erschwinglichen Kleintransporter. So entwickelten die Volkswagen-Ingenieure den VW-Bus, der als „Bulli“ Furore machte. Der Transporter 1 (Typ 2) basierte auf der Technik des VW-Käfer (Typ 1). Er wurde ebenfalls mit einem luftgekühlten 4-Zylinder-Boxermotor ausgerüstet, der anfangs ganze 25 PS leistete. Die selbsttragende Karosserie war verstärkt; 900 Kilogramm Nutzlast konnten so aufgenommen werden. Vorne und hinten gab es Trommelbremsen. Im März 1950 begann die Serienfertigung im Stammwerk Wolfsburg. Später wurde die Produktion in das neue VW-Transporterwerk Hannover verlegt. Die geteilte Frontscheibe, das große WV-Emblem an der Vorderseite und die Ausstellfenster in den Seitentüren gehörten zu den Erkennungszeichen des VW-T 1.

Mitte der 1950er-Jahre entstand das Konzept für ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung (TSF-T). Bis dahin gab es in den ländlichen Regionen vor allem Tragkraftspritzenanhänger (TSA) aus den 1930er-Jahren, die von Pferden oder Traktoren gezogen wurden. Das TSF-T basierte oftmals auf dem VW-Transporter. Zur Besatzung gehörte ein Löschtrupp (1/2), der allerdings tatsächlich aus vier Wehrleuten bestand. Anderenfalls hätte die tragbare Pumpe - hier war oftmals eine Tragkraftspritze 8/8 (TS 8/8) mit einem luftgekühlten VW-Industriemotor vorhanden – nicht sicher aus dem Auto  entnommen werden können.  Der Sitzplatz für den vierten Mann befand sich übrigens im Laderaum. Die weitere feuerwehrtechnische Ausrüstung war für eine Gruppe (1/8) ausgelegt. Auf dem Dach des Fahrzeugs lagerte eine 2-teilige Steckleiter.

In den 1960er Jahren kamen die ersten Tragkraftspritzenfahrzeuge mit größerem  Mannschaftsraum, wie der Ford-Transit, auf den Markt. Jetzt konnte eine Staffel aus sechs Wehrleuten (1/5) zur Einsatzstelle transportiert werden.


Das abgebildete Fahrzeug war bis zu seiner Ausmusterung bei der Feuerwehr Bad Salzdetfurth (Kreis Hildesheim, Nds.) im Einsatz. Nähere Einzelheiten sind nicht bekannt.

Vo

Foto: J. Vogelsang

 

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