Fahrzeug des Monats Januar 2015 - TSF VW LT

Feuerwehrfahrzeug des Monats

Januar 2015


Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), Typ VW LT 31
Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Rödinghausen
Standort: Löschgruppe Schwenningdorf
Funkrufname (OPTA): Florian Rödinghausen 1 TSF 1

Technische Daten

Hersteller

Volkswagen AG, Werk Hannover

Typ

LT 31

Motor / Hubraum

6-Zylinder-Motor / 2.383 ccm

Höchstgeschwindigkeit

ca. 110 km/h

Abmessungen

4,90 m (L), 2,02 m (B), 2,45 m (H)

Gesamtgewicht

3.100 kg

Ausbau/Ausrüstung

Schlingmann GmbH u. Co. KG, Dissen (a.TW.)
Beladung (vorne):
- 1 Verteiler
- 4 B-Druckschläuche
- 6 C-Druckschläuche
- 2 Übergangsstücke (von B auf C)
- 3 Feuerwehräxte
- 1 Feuerlöscher (6 kg)
- 2 Handscheinwerfer
- 2 Warnleuchten
- Stichsäge, Spaten, Drahtschere
Beladung (hinten):
- Tragkraftspritze (TS 8) / Typ Magirus FPN 10/1000 (Leistung: 1.000 l bei 10 bar)
- 6 Saugschläuche
- Saugkorb
- Sammelstück („Hosenstück“)
- Standrohr u. Hydrantenschlüssel
- Schachthaken
- Reservekanister
- Werkzeugkiste
Beladung (Dach):
- 2 Steckleiterteile

Besatzung

1/6 (Staffel)

Erstzulassung

1983

Amtl. Kennzeichen

HF-2305

Wissenswertes:
Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wurde zur Brandbekämpfung und für einfache technische Hilfeleistungen entwickelt. Es wird vorwiegend von kleineren freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum eingesetzt. Die Besatzung des Autos besteht aus dem Staffelführer, zwei Trupps und dem Maschinisten, insgesamt also aus sechs Feuerwehrleuten. Die feuerwehrtechnische Beladung ist allerdings für eine Gruppe von neun Einsatzkräften ausgelegt. Zur Ausrüstung zählt eine tragbare Pumpe, die auf einem Geräteschlitten im Fahrzeugheck untergebracht ist.
Das TSF wurde im Verlaufe der letzten Jahre zum Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) weiterentwickelt. Die neue Fahrzeuggeneration verfügt über einen eigenen Löschwassertank mit einem Inhalt von mindestens 500 Litern, der über einen Schlauch an die Tragkraftspritze angeschlossen ist. Daneben hat die Industrie mit dem Kleinlöschfahrzeug (KLF) und dem Mittleren Löschfahrzeug (MLF bzw. vormals StLF 10/6) zwei weitere Feuerwehrautos (mit Staffelbesatzung) am Markt platziert, die auf einem ähnlichen Konzept wie das TSF-W basieren.  
Die Löschgruppe Schwenningdorf verfügt mit ihrem TSF über ein besonderes „Schätzchen“. Das Auto, das ursprünglich im benachbarten Ortsteil Bieren stationiert war, hat mittlerweile über 30 Jahre „auf dem Buckel“ und damit (zumindest im Kreis Herford) Seltenheitswert. Die gute Pflege der letzten Jahre ist dem Wagen, einem Volkswagen LT 31, anzusehen. Er glänzt noch so wie am ersten Tag. Um ihre Verbundenheit mit dem TSF zum Ausdruck zu bringen, haben die Aktiven der Löschgruppe Schwenningdorf sogar T-Shirts mit der Aufschrift „Bulli-Feuerwehr“ anfertigen lassen.
Die Typenbezeichnung LT steht Übrigens für Lasten-Transporter. Sie wurde um eine zweistellige Zahl zur Angabe des zulässigen Gesamtgewichts ergänzt. Im Jahr 1975 hatte Volkswagen die LT-Baureihe auf den Markt gebracht. Dem VW-Transporter, also dem altbekannten „Bulli“, wurde damit ein zweites Modell zur Seite gestellt. Das Design des LT sollte größtmöglichen Nutzwert schaffen. Beispiel dafür war der fast rechteckige Laderaum. Durch diese nach Meinung des Autobauers strikte Formgebung wurde kein Platz verschenkt. Kisten konnten quasi bis unter das Dach gestapelt werden. Von 1975 bis 2002 wurden nach VW-Angaben insgesamt 810.000 LT und LT 2 im Nutzfahrzeugwerk in Hannover produziert.

-Vo-
Fotos: J. Vogelsang
Mehr Informationen? www.feuerwehr-schwenningdorf.de

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Das TSF ist kompakt und vielseitig einsetzbar. Weiterer Vorteil: Das zulässige Gesamtgewicht
des Autos bleibt unter 3,5 Tonnen. Es ist daher kein LKW-Führerschein erforderlich.

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Sechs Feuerwehrleute finden Platz. Die Beladung ist für eine komplette Gruppe  von neun Einsatzkräften ausgelegt.

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Die Geräte zur Löschwasserentnahme, wie die tragbare Pumpe und die Saugschläuche, sind im Fahrzeugheck verstaut.

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Die Ehrenamtlichen der LG Schwenningdorf sind ihrem TSF verbunden.
Sie haben sich deshalb den Namen „Bulli-Feuerwehr“ verliehen.

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