2018

Sicher in den Urlaub

NRW-Polizei klärt über Reiserisiken auf

Auto richtig beladen HUKDüsseldorf. Sommer, Sonne, Ferienzeit: Pünktlich zu Beginn der Sommerferien startet die NRW-Polizei ihre landesweite Kampagne „Sicher mit dem Auto in den Urlaub und zurück“. „Wir wollen die Bürger sensibilisieren, damit die schönsten Wochen des Jahres kein böses Ende nehmen“, sagte Innenminister Herbert Reul während der Auftaktveranstaltung, die am Montag (9.07.2018) in Düsseldorf stattfand. Der ADAC und die Landesverkehrswacht NRW beteiligen sich an der Aktion.

Die Verkehrsexperten warnen, dass auf der Fahrt in die Ferien oft das eigene Verhalten der Urlaubsreisenden zum Sicherheitsrisiko werde. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben nämlich gezeigt: Viele Fahrer verstauen Taschen und Koffer falsch oder spielen am Steuer mit dem Handy. „Es ist erschreckend, wie leichtsinnig einige Menschen sich und andere immer wieder in Gefahr bringen“, meinte der Innenminister.
Wer in den Urlaub startet, sollte auf eine Autopanne vorbereitet sein. Klaus Voussem, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, erinnerte an die Warnwestenpflicht. Jedes europäische Land hat allerdings seine eigenen Vorschriften. Wer mit dem Auto im Ausland unterwegs ist, sollte sich deshalb unbedingt vorher über die Landesgesetze informieren oder auf Nummer sicher gehen. „Wir empfehlen deshalb, für alle PKW-Insassen Warnwesten griffbereit im Fahrzeuginnenraum dabei zu haben und diese bei einer Panne oder einem Unfall vor Verlassen des Fahrzeugs immer anzuziehen!“ Ebenso appellierte Voussem an die Autofahrer, das Warndreieck und den Verbandskasten nicht unter dem Gepäck zu begraben. „Sie müssen im Fall der Fälle schnell zur Hand sein!“
Die Polizei rechnet besonders zum Start, zur Halbzeit und am Ende der Sommerferien mit besonders viel Verkehr auf den Straßen. An diesen Tagen werde die NRW-Polizei auf den Hauptreiserouten des Landes starke Präsenz zeigen, sagte Innenminister Reul, der vermehrte Verkehrs- und Sicherheitskontrollen ankündigte. „Die Beamten geben aber auch gerne Tipps für eine sichere Reise.“ Außerdem wird die Polizei in dieser Zeit häufiger auf den Tank- und Rastplätzen nach dem Rechten sehen. „Die Vorfreude auf den Urlaub soll schließlich nicht wegen eines aufgebrochenen Autos enden!“

Das rät die NRW-Polizei für die Fahrt in den Urlaub und zurück:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf sich und andere.
  • Kontrollieren Sie vor dem Start Reifendruck, Ölstand und Wasser.
  • Starten Sie die Fahrt gut ausgeruht.
  • Sichern Sie Kinder, Haustiere und Gepäck.
  • Sorgen Sie für leichte Snacks und einen ausreichenden Getränkevorrat.
  • Machen Sie ausreichende Pausen. Empfehlung: Alle anderthalb bis zwei Stunden oder alle 200 Kilometer.
  • Die Autobahn ist auch bei Stau kein Ort für Fußgänger. Bewahren Sie Ruhe, bilden Sie eine Rettungsgasse und bleiben Sie im Auto.
  • Die Rettungsgasse ist keine Gasse für Motorradfahrer.
  • Unfallorte sind keine Plätze für Schaulustige, sondern für Rettungskräfte.
  • Filmen und Fotografieren von Unfallopfern sind Straftaten.
  • Lassen Sie Kinder und Haustiere nicht im Fahrzeug zurück – selbst wenn ein Fenster geöffnet ist.
  • Lassen Sie keine Wertsachen im Auto liegen.
  • Finger weg vom Handy oder sonstigen elektronischen Geräten während der Fahrt.

(Ministerium des Inneren NRW, Redaktion: kfv-herford.de)

-Vo-

Auto richtig beladen HUKTausende packen jetzt die Koffer, beladen ihre Autos und starten in die Ferien.
Die NRW-Polizei hat Tipps parat, damit die Urlaubsreise kein böses Ende nimmt.
(Foto: obs/HUK-Coburg/Hagen
Lehmann, Coburg)